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Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

1. Wasgauer Gespräche
25. und 26. Oktober 2002

Überleben im Biosphärenreservat          Vorträge

In Biosphärenreservaten wurde schon lange an einer nachhaltigen Entwicklung gearbeitet, als dieses Leitbild auf der Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro zum Schlüsselbegriff für eine weltweite Neubesinnung wurde. Angesichts der vor einem Monat in Johannesburg diskutierten Probleme ist klar, wie weit der Weg zur Nachhaltigkeit noch ist. In Biosphärenreservaten sind die Chancen besonders groß, die Erhaltung der biologischen Vielfalt mit der nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen in Einklang zu bringen.

Seit vier Jahren gibt es das grenzüberschreitende Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Die Anerkennung dieses besonderen Schutzstatus durch die UNESCO war auch eine Würdigung der Arbeit, die in den vielen Jahren davor auf beiden Seiten der deutsch-französischen Grenze geleistet worden war. Die Wasgauer Gespräche wollen mithelfen, die dabei gemachten Erfahrungen in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Auch besonders gelungene Beispiele aus anderen Biosphärenreservaten wollen wir immer wieder vorstellen. Beim ersten Mal wollen wir aber zunächst in höchst unterschiedlichen Portraits die Vielfalt der Aspekte genauer betrachten, die nachhaltige Regionalentwicklung hier haben kann:

  • Grenzen zu überschreiten ist der Kerngedanke der europäischen Idee eines gemeinsamen Hauses. Mit dem Auto ist dies leicht, in den Köpfen schon schwieriger. Die gemeinsame Geschichte wiegt schwer, es ist wichtig dieses Bewusstsein zu haben.
  • Wenn nachhaltige Regionalentwicklung im Biosphärenreservat funktionieren soll, müssen möglichst viele Menschen mithelfen. Akzeptanz für die Idee zu schaffen heißt dicke Bretter bohren.
  • Eine Erfolgsbedingung ist, die Meinung der Menschen vor Ort zu kennen und ernst zu nehmen. Welche Erfahrungen gibt es hierzu?
  • Nachhaltige Entwicklung braucht Visionen und Menschen, denen ihre Heimat etwas wert ist. Daniel Theyson und seine Frau waren solche Menschen. Ihr kluges Engagement wirkt über ihr eigenes Leben hinaus wirklich nachhaltig in der Region.
  • Die Landschaft des Biosphärenreservats wird von Wäldern geprägt. Neben der Erholungsfunktion liefern diese mit dem nachhaltigen Rohstoff Holz einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor.
  • Das Biosphärenhaus steht heute dort, wo ursprünglich der Wasgausee Touristen anlocken sollte. Vom Tourismus erhoffen sich viele entscheidende Impulse für die regionale Wirtschaft. Aber welcher Tourismus ist der richtige?

 

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