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Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

Indikatoren: Wie lässt sich Nachhaltigkeit messen?

Indikatoren als Instrumente, um zu beurteilen, ob eine Aktivität, eine Massnahme ein mehr an Nachhaltigkeit auslöst, sind nützlich, aber auch mit vielen Problemen behaftet. Sie dienen dazu, die Diskussionen um Nachhaltigkeit an der Wirklichkeit überprüfbar zu machen. Sie sind zum Beipiel wichtig für politische Entscheidungen, die begründungspflichtig sind. Ihre Probleme haben sie vor allem darin, genau zu bestimmen, was sie messen. Das scheint bei naturwissenschaftlichen Fragestellungen einfacher als bei sozialen, es stellt sich aber in beiden Fällen als schwierig heraus. Die Vielzahl von verschiedenen Indikatorensystemen macht es den in diesem Feld Unkundigen nicht gerade einfacher. Im Alltag hilft oft der gesunde Menschenverstand weiter, der durchaus ein feines und hilfreiches Gespür für den schonenden Umgang mit der natürllchen Umwelt ebenso wie für soziale Beziehungen auszuprägen vermag.

Dennoch seien hier einige der wichtigsten Versuche, Indikatoren zu bestimmen benannt. Die Vereinten Nationen präsentieren unter dem Titel "Earthwatch" sowohl ihre eigenen Arbeiten zu Indikatoren, wie auch die einer Reihe von Organisationen wie des Internationalen Instituts für nachhaltige Entwicklung oder der Living Planet Index des WWF. Für diejenigen, die sich über eine deutschsprachige Website informieren wollen, bietet das Kapitel zu Indikatoren im Lexikon der Nachhaltigkeit einen knappen und informativen Überblick.

Indikatoren konkretisieren Nachhaltigkeitsstrategie von Deutschland
Indikatoren vereinfachen es, über Nachhaltigkeit zu sprechen, sie übersetzen das Konzept in Bilder, Zahlen, wünschenswerte Zustände. So wird die Nachhaltigkeitsstrategie von Deutschland anhand von messbaren Indikatoren, wie z.B. den Treibhausgasemissionen oder dem Anteil erneuerbarer Energien, konkretisiert. Das Statistische Bundesamt legt regelmäßig eine Bestandsaufnahme vor, zuletzt mit dem Indikatorenbericht 2014. Die GENESIS-Datenbank (GENESIS-Online) des Statistischen Bundesamt enthält die vollständigen Daten

Der ökologische Fussabdruck
Der Ökologische Fussabdruck, vorgestellt von den kanadischen Forschern Rees und Wackernagel,  bilanziert die Naturfläche, die gebraucht wird, um den Rohstoff- und Energiebedarf  einer Population zu decken.  Je mehr Rohstoffe und Güter verbraucht werden, um so größer wird der Fußabdruck. Dieser ist für einzelne Personen oder auch für Regionen und Länder darstellbar. Auch der gegenwärtig ungleich verteilte Zugriff auf Ressourcen verdeutlicht die sozialen und wirtschaftlichen Ungerechtigkeiten mit ihren möglichen Folgen. Das Bild des ökologischen Fussabdrucks ist  ansprechend und hat viele Versuche gezeitigt, diesen zu berechnen, z.B. für die Städte Hamburg und Berlin oder  auch in spielerischer Form für die eigene Person. Auch der "Footprint Rechner" des WWF ermöglicht anhand der Lebensweise, z.B. in den Bereichen Ernährung, Freizeit, Arbeit, Wohnen u.a. den eigenen ökologischen Fussabdruck zu ermitteln.

Letzte Änderung: 07.04.2015
 

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