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Umdenken - Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz

Nachhaltige Entwicklung in Europa  

Ein weit über die bisherigen selbstverständlichen Grenzen hinauswachsendes Europa nimmt derzeit Gestalt an. Dieses neue Europa beruft sich - nicht zuletzt aufgrund der Erfahrung grausamer europäischer Kriege - auf demokratische und pazifistische Traditionen. Weniger im breiten Bewusstsein verankert ist die Idee einer europaweiten nachhaltigen Entwicklung, obwohl es bereits seit den 70 er Jahren Umweltaktionsprogramme (UAP) gibt und sich die EU 2001 auf eine Nachhaltigkeitsstrategie verständigt hat. Trotz dieser Bemühungen markieren nach wie vor nationale Eigenheiten, unterschiedliche Traditionen der Wahrnehmung und Wertschätzung von Natur und Umwelt und die Präsenz oder das Fehlen ökologisch orientierter sozialer Bewegungen wesentliche Unterschiede in den einzelnen Ländern, die durch die 11 neuen Beitrittsländer noch vergrössert werden.

Umweltaktionsprogramm (UAP) und Europa 2020-Strategie
Den Rahmen für die EU-Umweltpolitik stellen seit 1973 die sogenannten Mit dem 6. Umweltaktionsprogramm (2002 bis 2012) sollte die Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt werden, das 7.UAP soll ergänzend dazu eine Vision skizzieren, wie die Bürgerinnen und Bürger 2013-2020 "Gut innerhalb der ökologischen Belastbarkeitsgrenzen unseres Planeten" leben können. Mit der Europa 2020-Strategie wurde die Wachstumsstrategie geändert: Dieses soll nun "intelligent, nachhaltig und integrativ sein".

Die EU-Nachhaltigkeitsstrategie
Im Jahr 2001 verabschiedete die EU ihre "Strategie für nachhaltige Entwicklung". Eine "nachhaltige Verkehrspolitik" sowie "Klimaänderung und saubere Energie" stellen zwei von sieben Hauptherausforderungen dar. Im Jahr 2006 wurde die Strategie infolge der Ost-Erweiterung und des Beitritts 12 neuer Mitgliedsstaaten geändert, indem unterschiedliche Zielmarken für alte und neue Mitgliedsstaaten festgelegt wurden. 

Steuerungsinstrumente der EU
Die EU-Umweltpolitik ist supranational organisiert. Damit haben die Mitgliedsstaaten viele Kompetenzen an die Europäische Union abgegeben. Die Steuerungsinstrumente der EU reichen von Gesetzen in Form von für alle Mitgliedsstaaten gültigen Verordnungen oder aber ausgestaltbaren Richtlinien. Der Einfluss der Lobbyisten, allen voran Industrielobbyisten, und einzelner Mitgliedsstaaten allerdings darf hier nicht unterschätzt werden. Sie versuchen die Entscheidungen in ihrem Sinne zu beeinflussen. Interessant ist auch die Frage, wie das nationale Umweltrecht reagiert: Rudern strengere Staaten zurück oder ziehen weniger strenge Staaten nach?

Der Verkehrssektor
Im Gegensatz zu anderen Industriezweigen ist der
Verkehrssektor in Europa noch immer durch massiven Zuwachs der Emissionen gekennzeichnet. Einerseits wächst das Verkehrsaufkommen – im Personen- und im Güterverkehr – massiv, andererseits hat die Straße mir ihrer schlechten Ökobilanz noch immer immensen Vorrang. Angesichts der prognostizierten Steigerungsraten für die kommenden Jahre besteht hier dringender Handlungsbedarf. Neben der allgemeinen Verkehrspolitik finden Sie hier vertiefende Informationen zu den Unterthemen Straßenverkehr, Güterverkehr, Schienen- und Luftverkehr.

Klima und Energie
Auch das Thema „Klima & Energie“ gehört zu den sieben in der EU-Nachhaltigkeitsstrategie formulierten Hauptherausforderungen. Im November 2010 legte die EU eine neue Energiestrategie 2020 mit folgenden Zielen vor: Senkung der Treibhausgasemissionen um 20 Prozent, Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien auf 20 Prozent und Verbesserung der Energieeffizienz um 20 Prozent.

Letzte Änderung: 08.04.2015

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